Ökostrom

Die grüne Alternative

Ökostrom ist im Gegensatz zum regulären Strom aus Kohle, Kernkraft und Erdöl eine umweltfreundliche und ökologisch sinnvolle Alternative. Bei der Suche nach einem sauberen Stromanbieter können spezielle Gütesiegel dem Verbraucher dabei helfen, die richtige Wahl zu treffen.

Ökostrom

© Marcus Klepper / Fotolia

Die (grünen) Quellen der Zukunft

Ökostrom wird aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen. Zusätzlich wird bei der Energieerzeugung auf ökologische Gesichtspunkte geachtet. Im Gegensatz zum regulärem Strom unterscheidet sich der Ökostrom aber nicht nur in der Zusammensetzung, sondern auch der CO2-Ausstoß ist bei der Gewinnung der Energie deutlich niedriger.

Ökostrom wird hauptsächlich aus folgenden Energiequellen gewonnen:

  • Windenergie
  • Biomasse
  • Photovoltaik
  • Wasserkraft
  • Biogas
  • Solarthermie
  • Geothermie

Windenergie, Biomasse und Wasserkraft werden dabei vorzugsweise von den Stromerzeugern zur Herstellung genutzt. Photovoltaik wird hingegen zu einem großen Anteil von Haushalten selbst produziert und ins öffentliche Netz eingespeist. Biogas, Solarthermie und Geothermie spielen derzeit noch keine große Rolle. Das liegt vor allem daran, dass die Gewinnung aus diesen Energiequellen aktuell noch relativ teuer und somit wirtschaftlich nicht sinnvoll ist.


Wie sich der Markt entwickelt hat

Ökostrom ist allerdings keine geschützte Bezeichnung. Deshalb ist es notwendig, sich bei den einzelnen Angeboten detailliert anzuschauen, welcher Strommix von Anbieter angeboten wird. Durch das Energiewirtschaftsgesetz wurde eine Kennzeichnungspflicht durchgesetzt, sodass jeder Anbieter den Kunden darüber Auskunft geben muss, wie sich der angebotene Strom zusammensetzt.
Durch die Kennzeichnung können Verbraucher erkennen, dass der angebotene Strom auch wirklich zu 100% aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen wurde. Zugleich erhält man dadurch die Möglichkeit sich zu entscheiden, ob ein Strommix mit einem großen Anteil aus Windkraft oder Wasserkraft gewählt wird.

Trotz der ungeschützten Bezeichnung gibt es mittlerweile eine Mindestvoraussetzung, damit Strom auch als Ökostrom bezeichnet werden darf. Laut dem Bundesverband für Erneuerbare Energie darf diese Bezeichnung dann verwendet werden, wenn er mindestens zu 50% aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird. Die andere Hälfte darf jedoch nicht aus jeder beliebigen Quelle gewonnen werden, sondern muss aus einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage stammen.

Mittlerweile bestehen rund 20% des erzeugten Stroms in Deutschland aus ökologischen Quellen. Die Erzeugung und Nutzung soll in den nächsten Jahren deutlich ausgebaut werden. Laut der Bundesregierung soll bis zum Jahr 2020 der Anteil auf bis zu 38% ansteigen. Damit Anbieter auch in der Lage sind, Verbrauchern Ökostrom anzubieten, erhalten diese an der Strombörse höhere Preise. Jedoch haben sich die Anbieter im Rahmen dessen auch selbst dazu verpflichtet, sich an der Förderung von Projekten zu beteiligen, mit welchen neue regenerative Kraftwerke errichtet werden.

Gütesiegel bringen Transparenz

Seriöse und engagierte Stromanbieter können Verbraucher an speziellen Gütesiegeln und Zertifikaten erkennen. Durch diese soll es erleichtert werden, die einzelnen Ökostromtarife zu unterscheiden.

Folgende Gütesiegel und Zertifikate werden in Deutschland zur Kennzeichnung von Ökostromtarifen angewendet:

  • ok-Power Label
  • grüner Strom Label
  • Gütesiegel Öko-Strom
  • TÜV-Zertifikat
  • EECS und RECS Zertifikate

Zu den größten Anbietern zählen LichtBlick, Naturstrom und GreenpeaceEnergie. Auch beim Anbieter EWS-Schönau können Verbraucher Ökostrom erhalten, welcher geringfügig unter 100% aus regenerativen Energiequellen gewonnen wird. In den Anfängen waren die Preise für Ökostrom meist deutlich höher als der reguläre Strompreis. Allerdings gibt es mittlerweile viele Anbieter, bei welchen die grüne Energie nicht mehr kostet. Das liegt sicherlich an der zunehmenden Konkurrenzsituation, denn immer mehr Anbieter haben mittlerweile ökologische Stromtarife im Angebot.

Nachhaltigkeit: Auch für ihren Geldbeutel

Langfristig soll sich der Ökostrom sogar stabilisierend auf den Strompreis auswirken, sodass hohe Preissteigerungen vermieden werden können. Das liegt daran, dass die Energie aus regenerativen Quellen gewonnen wird. Dadurch werden diese Energiequellen nicht knapp werden, sondern der Bedarf ist stets gesichert. Die Preise der Anbieter am Markt unterscheiden sich teils deutlich, sodass sich ein Vergleich der vielen unterschiedlichen Tarife lohnt. Wer sich für einen Ökostromtarif entscheidet, muss bei der Nutzung keine Kompromisse eingehen. Für die Belieferung an die Haushalte gelten die gleichen Bedingungen wie bei regulärem Strom. Verbraucher müssen somit nicht befürchten, dass es Probleme in Leistung gibt.